Content

Berühmt auf Instagram, reich bei Monopoly - über Sinn und Unsinn des Influencer-Marketings

Das Prinzip ist einfach und die Grund-Philosophie von PR: Lass andere über dich sprechen, deine Geschichte erzählen, dann kommt sie am besten an und ist am glaubwürdigsten. Im Digital Age wurde das Prinzip simplifiziert und hat den Titel „Influencer Marketing“ erhalten. Während die PR einst und jetzt mit gutem und relevantem Content zu überzeugen trachtet, ist das plumpe Platzieren von Produkten vorzugsweise auf Instagram, vorzugsweise von Erst-Runden Teilnehmern von Germany’s Next Topmodel oder Siebtplatzierten beim Bachelor die treffende Beschreibung von Influencer Marketing. Wie die Hyänen stürzen sich gewiefte Marketiers und Agenturen auf die Sternchen, um ihre Produkte gegen Einwurf von Schienen auf dem boomenden Instagram-Accounts platzieren zu lassen. Weil: Wir machen Influencer-Marketing! Wir sind State-of-the-Art! Und jetzt das: Eine britische Studie hat herausgefunden, dass Influencer-Marketing der Marke schadet. Fast die Hälfte der befragen 18 bis 24-jährigen sieht das so. Wundert uns das nur wirklich? Influencer-Marketing ist Imagetransfer. Wollen wir das Image der Insta-Starlets für die nachhaltige Positionierung unserer Marke? Instant ist nicht umsonst der Augenblick und berühmt auf Instagram ist zirka so wertvoll wie reich bei Monopoly...

Oberfläche bis zum Grund? - Reden wir mal über's Outfit und nicht über den Inhalt

Es gilt allgemein als besonders oberflächlich, wenn man sich zu viele Gedanken über sein Aussehen macht. Aber die Frage: „Was zieh ich an?“ beschäftigt man...frau...nicht nur bei der Hochzeit der besten Freundin oder der Girl’s Night Out. Bei der Präsentation, der Verhandlung, beim Interview - auch wenn Kleidung kein Content ist, sagt sie dennoch etwas aus. „Sei wer du bist“ und „Zieh an, worin du dich wohlfühlst“ sind nur bedingt die besten Ratgeber. Die Zeiten des Standard-Outfits – Anzug für die Jungs und Kostüm für die Mädels – sind vorbei. Das kann bei mancher Zielgruppe heute der absolute Overkill sein. Besonders extravagant wirken zu wollen, kann ebenso in die sprichwörtliche Hose gehen. Hingegen: Akzente setzen, leicht aus der Rolle fallen, um den Charakter zu unterstreichen, machen so richtig Sinn. Drum sollte man tatsächlich, den einen oder anderen Gedanken an sein Outfit verschwenden...ich mein’ natürlich investieren und nach diesen Prinzipien handeln: Zieh dich immer einen Hauch besser an als dein Publikum, wähle ein Outfit, das für deine Profession und Branche steht und setze einen Akzent, der deine Besonderheit subtil unterstreicht. Dann darfst du perfekt gestylt deinen Content zum Besten geben!

 

Die Unberechenbaren - über perfektes Timing, reinen Zufall und das Quäntchen Glück

Diese Story wird fliegen: Content bis zum Abwinken, in perfektem Storytelling verpackt, echten Newswert ausgearbeitet. Alles einfach richtig gemacht. Die Coverage ist gesichert, die Medien-Clippings, Postings und Anfragen werden nur so reinprasseln...Nein, nicht unbedingt. Denn neben all der Professionalität in der Aufbereitung der Geschichte gibt es einen weiteren Faktor, der ein richtiger Spielverderber werden kann: Das Timing! Ja, wir können den Redaktionsschluss recherchieren, die Liste mit Sonderthemen erstellen, einfach unsere Hausaufgaben in Sachen perfektes Timing machen, und dann war’s noch immer der falsche Zeitpunkt. Die Medienlandschaft ist lebendig, es ist nicht alles rational und berechenbar. So viele Faktoren können zum Erfolg oder Misserfolg führen: Breaking News, die alle Redaktionspläne durcheinander würfeln und von einer Sekunde auf die andere die sozialen Medien beherrschen, die Laune oder das persönliche Interesse des Chefs vom Dienst...im richtigen Moment am richtigen Ort sein, ist Teil des Erfolgs...Glück gehört eben auch dazu...und Glück ist irgendwie unberechenbar...

Eine Liebeserklärung an den Content und seinen Autor

Content is King...Ich glaube, das habe ich noch bei jeder meiner Präsentationen gesagt. Eine Standard-Phrase in der Tool-Box der PR-Gelehrten und PR-Praktiker. Es ist die Aufforderung an den Kunden, den Produktmanager und den Abteilungsleiter g’scheiten Content zu liefern. Denn damit können wir, die PR-Profis, arbeiten. Mit diesem Content machen wir den Corporate Blog, die Presseaussendung, den Post, whatever. Und dann muss es nur noch gelesen werden. Nur wie gelingt es in der Welt des vollkommenen Content-Überflusses aufzufallen? Die Facebook-, Twitter- und Linked-In-Feeds sind zu unendlichen Content-Maschinerien geworden. Ich glaub, ich könnte 24 Stunden nichts Anderes machen als – vermeintlich – spannende Geschichten zu screenen. Und ich freu mich immer tierisch, wenn ich eine Perle gefunden habe. Storys, Gedanken, Ideen, die mich weiterbringen. Richtig gut schreiben zu können ist heute wichtiger denn je, die elektrisierende Headline, der strukturierte Inhalt, das Bonmot, der Fokus auf das Wesentliche, die klare Message. Content is King...aber der Autor ist Minimum die Queen, die den Content, den King, zum strahlen bringt.