Wen juckt's? - Warum wir den Livestream von Lugners Opernballgast-Präsentation schauen

Ist man das eine oder andere Jahr im PR-Business, weiß man, dass es mitunter richtig taff sein kann, eine Pressekonferenz an den Mann zu bringen und Journalisten für das jeweilige Thema so zu begeistern, dass sich der Weg ins Wiener Innenstadt-Café auch richtig lohnt. Der Content wird auf Herz und Nieren geprüft, der Newswert hinterfragt...und so bleibt es fast immer spannend, wie viele Journalisten der PK diesmal beiwohnen werden, um den weisen Worten des internationalem Experten, den Ausführungen eines g’scheiten Produktmanagers oder den jüngsten Zahlen des CEOs zu folgen. Ist ja grundsätzlich auch gut so, denn als Leser, Seher und Hörer, will ich ja nur die besten der besten Geschichten serviert bekommen. Und dann gibt’s da den Antagonisten:  Richard Lugner und seine PK zur Opernballgast-Präsentation! Der Termin wird schon Tage im voraus auf Ö3, im Kurier und österreichweit auf allen TV-Kanälen angekündigt. Dann ist es endlich so weit: Der nicht mehr ganz taufrische "Baulöwe" lädt ins Einkaufszentrum am Wiener Gürtel, kramt ein Papierl mit einem Foto raus und verlautbart den Namen seiner diesjährigen Begleitung...wenn er ihn denn diesmal fehlerfrei aussprechen kann...und sie sind alle gekommen, aus allen Redaktionen, Fernsehen, Online, TV, Radio, Print...ausnahmslos sind sie da und weil dies Ereignis gar so weltbewegend ist, wird es von den meisten dieser Medienhäuser live gestreamt. Und ja, die Zugriffszahlen passen. Die Menschen da draußen wollen das sehen... Darf ich an dieser Stelle die Sinnesfrage stellen: Warum? Wen juckt’s, wer heuer in der Loge sitzt...oder ist es wie bei einem Unfall...du musst einfach hinschauen?